Weiße Bettwäsche wirkt nach einigen Wäschen oft nicht mehr strahlend, sondern leicht gräulich oder gelblich. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen lässt sich vergilbte Bettwäsche wieder weiß bekommen, ganz ohne chemische Bleichmittel. Gerade bei Leinenbettwäsche ist das wichtig, denn solche Substanzen greifen die Fasern an und verkürzen die Lebensdauer des Stoffs erheblich. Die folgenden Hausmittel sind schonend, meist ohnehin im Haushalt vorhanden und wirken zuverlässig gegen Grauschleier und Vergilbung.
Warum weiße Bettwäsche vergilben kann
Manchmal kann weiße Bettwäsche über die Jahre hinweg einen leichten Grauschleier bekommen. Dieser entsteht meist durch Rückstände von Waschmittel, Hautfett und Schweiß, die sich nach und nach in den Fasern festsetzen, besonders bei niedrigen Waschtemperaturen oder zu wenig Waschmittel. Auch hartes Leitungswasser kann weiße Bettwäsche mit der Zeit leicht vergilben lassen, da sich Kalk zusätzlich im Gewebe ablagert.
Wer weiße Wäsche wieder weiß bekommen möchte, sollte deshalb nicht nur an einem einzelnen Waschgang ansetzen, sondern auch die grundsätzliche Waschroutine überprüfen: die richtige Waschmitteldosierung, ausreichend Temperatur und nicht zu voll beladene Trommeln.
Gallseife: der Klassiker gegen Flecken und Grauschleier
Gallseife ist eines der bekanntesten Hausmittel gegen hartnäckige Flecken und allgemeine Vergrauung. Sie wird direkt auf die feuchte Bettwäsche aufgetragen, kurz einwirken gelassen und anschließend regulär gewaschen. Gallseife ist materialschonend und eignet sich damit auch für empfindlichere Naturfasern wie Leinen, im Gegensatz zu chlorhaltigen Bleichmitteln.
Natron und Backpulver für strahlenderes Weiß
Natron wirkt leicht alkalisch und löst Fett- sowie Waschmittelrückstände aus dem Gewebe. Ein bis zwei Esslöffel Natron zusätzlich zum normalen Waschmittel im Hauptwaschgang können weiße Bettwäsche wieder heller werden lassen, ohne den Stoff anzugreifen. Backpulver funktioniert nach demselben Prinzip, da es ebenfalls Natron enthält, und lässt sich alternativ verwenden, wenn gerade kein reines Natron zur Hand ist.
Zitronensäure gegen Kalk und Grauschleier
Besonders bei hartem Wasser lohnt sich der Einsatz von Zitronensäure. Sie löst Kalkablagerungen, die sich mit der Zeit in den Fasern festsetzen und die Wäsche stumpf wirken lassen. Ein Esslöffel Zitronensäure im Weichspülerfach ersetzt zudem chemischen Weichspüler und wirkt gleichzeitig entkalkend auf die Waschmaschine.
Sonne als natürliches Bleichmittel
Eine der ältesten und schonendsten Methoden ist die Sonne selbst. Feuchte, weiße Bettwäsche zum Trocknen im Freien aufgehängt, bleicht durch UV-Licht auf natürliche Weise nach und wird sichtbar heller, ganz ohne Chemie. Diese Methode eignet sich besonders gut in Kombination mit einem der oben genannten Hausmittel im Waschgang.
Was Sie bei Leinenbettwäsche vermeiden sollten
Chlorbleiche mag bei Baumwolle schnelle Ergebnisse liefern, ist für Leinen jedoch ungeeignet. Sie schwächt die Fasern, macht den Stoff spröde und verkürzt die Haltbarkeit deutlich. Auch zu hohe Waschtemperaturen sollten vermieden werden. Ausführliche Pflegehinweise speziell für Leinen finden Sie in unserem Beitrag „Leinen waschen: So pflegen Sie Ihre Leinenprodukte richtig".
Wenn nichts mehr hilft: Zeit für neue Bettwäsche
Manchmal lässt sich starker Grauschleier trotz aller Hausmittel nicht mehr vollständig entfernen, insbesondere bei sehr alter Bettwäsche. Auch feine Löcher, ausgedünnte Stellen oder ein insgesamt müder wirkender Stoff sind ein Signal, dass die Lebensdauer der Garnitur sich dem Ende nähert. In diesem Fall lohnt sich der Blick auf eine neue Garnitur, statt weiter Zeit und Waschmittel in eine ohnehin verschlissene Bettwäsche zu investieren.
Warum sich gerade hochwertige weiße Leinenbettwäsche als langfristige Investition auszahlt, lesen Sie in unserem Beitrag „Leinen Bettwäsche – lohnt sich das wirklich?". Unsere komplette Auswahl an weißer Bettwäsche finden Sie in der Bettwäsche-Kollektion.
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