Viele Menschen waschen den größten Teil ihrer Leinenwäsche aus Vorsicht bei 30 oder 40 Grad in der Maschine. Dabei verträgt die Flachsfaser höhere Temperaturen grundsätzlich gut, und im nassen Zustand ist sie noch einmal robuster als im trockenen.
Ob es sinnvoll ist, Leinen bei 60 Grad zu waschen, hängt vom Textil und der Verwendung ab. Bei Geschirrtüchern spricht viel dafür, bei farbiger Bettwäsche etwas weniger. Wir betrachten die einzelnen Fälle.
Was bei 60 Grad im Gewebe passiert
Die Faser selbst nimmt keinen Schaden. Flachs gehört zu den robusten Naturfasern und übersteht auch die Kochwäsche – weißes Leinen ist rein technisch bis 95 Grad waschbar. Verändern können sich zwei andere Dinge: Farbe und Maß. Farbige Stoffe können bei hohen Temperaturen über viele Wäschen hinweg schneller an Leuchtkraft verlieren. Das lässt sich über die Temperatur etwas beeinflussen.
Wann 60 Grad sinnvoll ist
- Geschirrtücher und Küchenwäsche. Sie haben Kontakt mit Lebensmitteln und liegen oft feucht in der Küche. 60 Grad sind hier die übliche Temperatur, Leinen verträgt das ohne Probleme.
- Weiße Bettwäsche und weiße Tischwäsche. Körperfett, Öl und Soßenspritzer lösen sich bei 60 Grad deutlich besser als bei 30 Grad. Weißes Leinen bleibt dadurch länger gleichmäßig hell.
- Wäsche, die besonders gründlich sauber werden soll. Wenn im Haushalt jemand krank war oder die Bettwäsche einfach für längere Zeit genutzt wurde, ist die höhere Temperatur die verlässlichere Wahl.
Kann man Leinenbettwäsche bei 60 Grad waschen?
Ja. Gerade weiße und cremeweiße Leinenbettwäsche lässt sich gut regelmäßig bei 60 Grad waschen, gern mit einem milden Vollwaschmittel ohne optische Aufheller. Bei farbiger Bettwäsche empfehlen wir 40 Grad für die normale Wäsche und 60 Grad, wenn es einmal gründlicher sein soll.
Drehen Sie die Bezüge vor dem Waschen auf links und schließen Sie die Zwirnknöpfe. Die Trommel sollte locker gefüllt sein, damit sich das Gewebe frei bewegen kann. Und schleudern Sie niedrig – das spart später Arbeit beim Glätten. Unsere Bettwäsche-Sets aus Leinen finden Sie im Shop.
Läuft Leinen bei 60 Grad ein?
Leinen läuft immer ein wenig ein, und zwar unabhängig von der Temperatur. Der Resteinsprung liegt bei fünf bis acht Prozent und passiert vor allem in den ersten Wäschen. Danach stabilisiert sich das Material und verändert sein Maß kaum noch.
Ein technischer Hinweis: Unsere Produkte werden aus diesem Grund etwas größer gefertigt. Der Resteinsprung ist von uns in der Fertigung einkalkuliert.
Wann 30 oder 40 Grad die bessere Wahl sind
Für die regelmäßigen Waschgänge reichen 40 Grad in aller Regel aus. Farbige Stoffe bleiben ein wenig leuchtender, der Stromverbrauch ist niedriger, und sauber wird die Wäsche trotzdem.
Noch wichtiger als die exakte Temperatur ist ohnehin der Rest der Behandlung. Ein mildes Waschmittel ohne Bleichmittel und ohne optische Aufheller, eine locker gefüllte Trommel und eine niedrige Schleuderzahl bringen mehr für die Schonung des Gewebes als die Frage 40 oder 60. Weichspüler legt sich auf die Faser und nimmt ihr die Saugkraft. Zudem sollte Leinen nur an der Luft und nicht im Trockner getrocknet werden. Alles zur richtigen Pflege finden Sie in unserem Beitrag „Leinen waschen: So pflegen Sie Ihre Leinenprodukte richtig".
Ist Leinen schwer zu pflegen?
Als kurze Antwort: der Aufwand hält sich in Grenzen. Leinen darf heiß gewaschen werden, es braucht keine Spezialmittel, und es wird mit jeder Wäsche weicher. Was es braucht, ist Luft zum Trocknen und eine bewusste Entscheidung bei der Temperatur. Wer weiße Wäsche bei 60 Grad und farbige bei 40 Grad wäscht, macht in der Praxis kaum etwas falsch.
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Wir weben in unserer Manufaktur in der Oberlausitz und fertigen jedes Stück nach Ihrer Bestellung an. Was das für die Langlebigkeit bedeutet, beschreiben wir im Artikel „Wie lange hält Leinen? Langlebigkeit, Kostenrechnung und Nachhaltigkeit". Wenn Sie den Stoff vor dem Kauf in der Hand halten möchten, können Sie gern vorab eine Stoffprobe bestellen.

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